FAQ
Was macht recom art care in Berlin?
recom art care bietet die professionelle Digitalisierung von Gemälden, Zeichnungen und zweidimensionalen Kunstwerken.
Der Fokus liegt auf farbverbindlichen, hochauflösenden Digitalisaten für Archivierung, Dokumentation, Forschung und Reproduktion.
Kann man Ölgemälde scannen?
Ja, Ölgemälde können professionell gescannt und digitalisiert werden, sofern ein berührungsfreies Fine-Art-Scan-Verfahren eingesetzt wird.
Bei der Digitalisierung von Ölgemälden ist eine kontrollierte, reflexionsarme Ausleuchtung entscheidend, da Ölmalerei häufig Glanzstellen und eine ausgeprägte Oberflächenstruktur aufweist.
Für den Gemälde-Scan werden hochauflösende Capture-Systeme mit farbverbindlichem Farbmanagement verwendet. So entstehen präzise Digitalisate für Archivierung, Dokumentation, Forschung oder Reproduktion.
Das Verfahren belastet das Original nicht und eignet sich auch für empfindliche oder historische Kunstwerke.
Was ist besser: Scan oder Foto?
Ob ein Foto oder ein Scan für die Digitalisierung von Gemälden geeignet ist, hängt vom Einsatzzweck ab.
Ein Fine-Art-Scan bietet eine gleichmäßige Ausleuchtung, hohe Auflösung und farbverbindliche Ergebnisse und eignet sich besonders für Archivierung, Dokumentation und Reproduktion.
Die fotografische Reproduktion kann sinnvoll sein bei sehr großen Formaten (größer 2 m x 3 m), stark reliefierten Oberflächen oder wenn gezielt mit Streiflicht gearbeitet werden soll.
Für eine präzise Digitalisierung von Kunstwerken ist der Scan in vielen Fällen die technisch stabilere Lösung.
Wie groß dürfen die Werke sein?
Mit unserem Cruse-Scanner können wir Werke bis 2 m x 1.5 m direkt scannen. Bei größeren Werken werden mehrere einzelne Scans erstellt, die anschließend digital vernäht werden. Mit dem Cruse können wir Werke bis 2 m x 3 m digitalisieren. Eine lose Leinwand darf auch größer sein. Gerne machen wir das Unmögliche möglich.
Welche Medien scannt recom art care?
Unser Cruse-Scanner sowie unser DOM sind geeignet für Öl-, Acryl-, Tempera-, Aquarell- und Papierarbeiten sowie Fotos oder großformatige Architekturpläne.
Gern beraten wir vorab, welches Verfahren für das jeweilige Werk sinnvoll ist.
Die Digitalisierung erfolgt nach Absprache und mit Rücksicht auf konservatorische Anforderungen.
Wie läuft der Transport ab?
Das zu scannende Werk kann persönlich vorbeigebracht oder per Versand zu uns geschickt werden (empfindliche Werke in einer Holzkiste!). Ebenso können die Werke selbst abgeholt werden oder wir versenden per Kurier (innerhalb Berlins) oder mit TANDEM unserem Partner für Kunstlogistik (weltweit).
Was bedeutet „archivfähig“ bei der Digitalisierung?
„Archivfähig“ bezeichnet digitale Bilddateien, die für eine langfristige, verlustfreie Aufbewahrung geeignet sind. Dazu gehören eine hohe Auflösung, ein offenes Dateiformat (z. B. TIFF), eine ausreichende Farbtiefe sowie die Einbettung technischer und inhaltlicher Metadaten. Archivfähige Dateien dienen als digitale Master und werden nicht nachträglich komprimiert oder verändert.
Was bedeutet „farbverbindliche Reproduktion“?
Eine farbverbindliche Reproduktion zielt darauf ab, die Farben des Originals möglichst exakt wiederzugeben. Dies erfordert kalibrierte Geräte, kontrollierte Lichtbedingungen und ein konsequentes Farbmanagement mit ICC-Profilen.
Was ist „Normlicht“?
Normlicht bezeichnet standardisierte Lichtbedingungen, unter denen Farben objektiv beurteilt werden können. Es sorgt dafür, dass Farben unabhängig von Raum, Tageszeit oder Lichtquelle vergleichbar erscheinen. Typische Parameter sind definierte Farbtemperatur (z. B. D50 ≈ 5000 K), hoher Farbwiedergabeindex und gleichmäßige Ausleuchtung. In der Kunst- und Bilddigitalisierung wird Normlicht genutzt, um Originale, Scans und Reproduktionen farbverbindlich zu vergleichen. Wir verwenden Normlicht, um Farbabweichungen zuverlässig zu erkennen und eine neutrale Referenz für Farbe zu schaffen.
Was ist ein „Referenzscan“?
Ein Referenzscan ist ein hochauflösendes, farbverbindliches Digitalisat eines Kunstwerks oder Dokuments, das als technische Referenz dient. Er wird unter standardisierten Bedingungen, oft mit berührungsfreien Fine-Art-Scannern und Farbmanagement erstellt, um Originalfarbe, Detailtiefe und Struktur exakt zu erfassen. Referenzscans dienen der Archivierung, Dokumentation, Forschung oder Reproduktion und ermöglichen Vergleichbarkeit über Zeit, Geräte oder Druckverfahren hinweg. Sie bilden die Grundlage für digitale Bearbeitung, Farbkorrektur oder Druck, ohne das Original zu verändern.
Reichen 300 dpi für einen Druck aus?
Für viele Druckanwendungen sind 300 dpi ausreichend. Bei Kunstwerken, historischen Fotografien oder Vorlagen mit feinen Details kann jedoch eine höhere Auflösung sinnvoll sein, um Strukturen und Oberflächen präzise abzubilden.
Was bedeutet 600 dpi?
600 dpi beschreibt die Auflösung einer digitalen Bilddatei und gibt an, wie viele Bildpunkte pro Zoll erfasst werden. Diese Auflösung ist besonders sinnvoll für feinstrukturierte Vorlagen, wissenschaftliche Dokumentationen oder hochwertige Reproduktionen. Ob 600 dpi notwendig sind, hängt vom Objekt, der Detailtiefe und dem späteren Verwendungszweck ab.
Was ist der Unterschied zwischen dpi und ppi?
dpi (dots per inch) bezeichnet die Druckauflösung, ppi (pixels per inch) die Bildschirmauflösung einer digitalen Datei. Im Alltag werden beide Begriffe oft gleichgesetzt, technisch beschreiben sie jedoch unterschiedliche Aspekte der Bilddarstellung. Kurz: ppi ist das Input-Format und dpi das Output-Format.
Welches Dateiformat eignet sich für archivfähige Digitalisate?
Für die Langzeitarchivierung gilt TIFF als Standard. Das Format ist verlustfrei, weit verbreitet und unabhängig von proprietärer Software. Für Web oder Vorschauen erstellen wir zusätzliche Derivate wie JPEG oder PNG.