Multitouch-Tisch zur Präsentation der Highend-Scans von Ludwig Kirchners Skizzen im Moment der Nutzung durch einen Besucher im Kirchner Museum in Davos.
recom art care

Digitale Kunstvermittlung: Multi-Touch-Tisch für über 10.000 Skizzen im Kirchner Museum Davos

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Eine Ausstellung über das Skizzenbuch als Werkstatt

Von November 2019 bis April 2020 zeigte das Kirchner Museum Davos die Ausstellung „Die Skizzenbücher Kirchners. Vom Bleistiftstrich zum Hologramm„. Im Zentrum standen die zahlreichen Skizzenbücher von Ernst Ludwig Kirchner — jene kleinen, oft unscheinbaren Hefte, in denen der Künstler seine Bildideen entwickelte, bevor sie zu Gemälden, Grafiken oder Skulpturen wurden. Die Kuratorinnen und Kuratoren hatten über 600 konkrete Werkverweise identifiziert: Linien und Motive, die sich von der Skizze bis zum fertigen Werk zurückverfolgen lassen.

Dieser Rückblick auf ein inzwischen einige Jahre zurückliegendes, aber namhaftes Projekt zeigt, wie recom art care das Kirchner Museum Davos bei der Umsetzung dieser Ausstellung unterstützt hat — nicht mit einem Scan-Auftrag, sondern mit einer interaktiven Museumsstation.

Unsere Aufgabe diesmal: kein Scan, kein Print, sondern Zugänglichkeit

Anders als bei den meisten Projekten, die auf diesem Blog beschrieben werden, ging es hier nicht um die Digitalisierung von Originalen sondern um digitale Kunstvermittlung. Das Kirchner Museum Davos verfügte bereits über einen umfangreichen digitalen Bildbestand — rund 10.000 Bilder. Die eigentliche Herausforderung lag woanders: Wie macht man ein Konvolut dieser Größenordnung für Besucher:innen im Museum überhaupt nutzbar?

Ein Archiv mit 10.000 Bildern ist für Fachpublikum eine Fundgrube. Für Ausstellungsbesucher:innen ohne kunsthistorische Vorkenntnisse ist es unübersichtlich — ohne gezielte Navigation geht die eigentliche Erzählung der Ausstellung, die Verbindung von Skizze und Werk, im schieren Umfang des Materials unter. Genau diese digitale Vermittlungsfrage war die zentrale gestalterische Aufgabe des Projekts.

Die Lösung: ein Multi-Touch-Tisch als interaktive Station

recom art care realisierte für die Ausstellung einen Multi-Touch-Tisch als eigenständige Museumsstation.

Die rund 10.000 Bilder wurden mit Metatags angereichert, sodass Besucher:innen gezielt selektieren und navigieren konnten — statt sich durch ein unstrukturiertes Konvolut zu blättern, ließen sich Werkverweise, Motive und Zusammenhänge gezielt aufrufen.

Damit wurde aus einer reinen Datenmenge ein zugängliches Vermittlungswerkzeug: Die über 600 Werkverweise, die die Kuratorinnen und Kuratoren zwischen Skizzenbuch und fertigem Werk identifiziert hatten, konnten Besucher:innen am Tisch selbst nachvollziehen — vom Bleistiftstrich zum fertigen Werk, wie es der Ausstellungstitel formuliert.

Ergebnis und Einordnung

Das Projekt zeigt, dass die Arbeit von recom art care über die klassische Bilddigitalisierung hinausreicht: Auch die Frage, wie ein großer digitaler Bestand für ein breites Publikum erschlossen und vermittelt wird, gehört zu den Aufgaben, die Museen an recom art care herantragen.

Sie planen eine ähnliche kulturelle Vermittlungsstation oder eine Erschließung Ihres digitalen Bestands?

Schreiben Sie uns. Wir finden den besten Weg.

Zu sehen ist der Multi-touch-Tisch zur digitalen Kunstvermittlung von Kirchners Skizzen
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