Farbige Architekturzeichnung eines Hochhauses auf dem CRUSE-Scanner während der Digitalisierung
recom art care

Architekturzeichnungen digitalisieren: CRUSE-Scan für die Tchoban Foundation

Zurück zur Übersicht

Tchoban Foundation: ein Museum für Architekturzeichnungen

Die Tchoban Foundation, ein Museum für Architekturzeichnung in Berlin, widmet sich einem Medium, das im digitalen Architekturalltag selten geworden ist: dem von Hand gezeichneten Entwurf. Seit 2013 zeigt das vom Architekten Sergei Tchoban gegründete Haus Wechselausstellungen aus den Beständen renommierter Institutionen und Privatarchive sowie aus der eigenen Sammlung. Diese reicht vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart, von historischen Entwurfszeichnungen bis zu Arbeiten zeitgenössischer Architekt:innen.

Was diese Blätter verbindet: Sie sind Unikate. Kein Entwurf lässt sich nachträglich neu zeichnen, kein Strich reproduzieren. Genau deshalb arbeitet recom art care regelmäßig mit der Tchoban Foundation zusammen, um Teile der Sammlung zu digitalisieren.

Warum Architekturzeichnungen eine eigene Herangehensweise brauchen

Architekturzeichnungen unterscheiden sich von Gemälden oder Fotografien in einem entscheidenden Punkt: dem Trägermaterial. Viele Blätter sind auf dünnem Papier, Transparentpapier oder Karton ausgeführt. Das sind Materialien, die nach Jahrzehnten der Lagerung selten vollkommen plan sind. Leichte Wellen, Rollneigung an den Rändern oder alte Knickfalten sind bei historischen wie zeitgenössischen Zeichnungen keine Seltenheit.

Für eine farbtreue, gestochen scharfe Digitalisierung muss die Vorlage plan aufliegen. Im Optimalfall ohne dass dabei mechanischer Druck auf empfindliche Grafitlinien, Tuschestriche oder Aquarellflächen ausgeübt wird.

Zwei Architekturzeichnungen auf dem perforierten Vakuumtisch des CRUSE-Scanners bei recom art care
recom art care

Der CRUSE-Scanner und darin integrierter Vakuumtisch

Genau hier setzt recom art care mit dem CRUSE-Scanner an. Der Vakuumtisch des Geräts saugt die Vorlage über ein feines Lochraster an. So wird das Werk kurzzeitig sanft flach gesaugt, ganz ohne Klammern, ohne Klebeband, ohne Kontaktdruck auf der Zeichenfläche selbst. Leicht gewellte oder an den Kanten aufstehende Blätter lassen sich so für den Scanvorgang fixieren, ohne die Oberfläche zu berühren oder zu belasten.

Der Scan selbst erfolgt danach wie bei jeder anderen Vorlage auf dem CRUSE: berührungslos, zeilenweise, im exakten 90°-Winkel, mit gleichmäßiger LED-Beleuchtung ohne UV-Anteil. Das Ergebnis ist eine farbverbindliche, hochauflösende Digitalisierung der Zeichnung — als archivfähige Grundlage für Ausstellungskataloge, Publikationen oder die dauerhafte Sicherung des Bestands.

Digitalisierung als Teil der Sammlungspflege

Für ein Haus wie die Tchoban Foundation, dessen Sammlung ausschließlich aus Unikaten besteht, ist die Digitalisierung mehr als eine technische Dienstleistung. Jede gescannte Zeichnung reduziert die Notwendigkeit, das fragile Original für Reproduktionszwecke erneut anzufassen. Das Prinzip verfolgt recom art care bei allen Projekten mit Museen und Archiven: so wenig Kontakt mit dem Original wie nötig, so viel Sorgfalt wie möglich.

Sie möchten Zeichnungen, Skizzen oder Pläne aus Ihrem Bestand digitalisieren lassen? Wir freuen uns auf Ihre Anfrage und bearbeiten diese persönlich.

Farbige Architekturzeichnung aus der Sammlung der Tchoban Foundation
recom art care